Freimaurerei

Am Eingang des Tempels vom Orakel von Delphi befand sich laut Überlieferung eine Inschrift: Erkenne dich selbst! Dieser Aufgabe ist eine der ersten und wichtigsten, die ein neu aufgenommener Freimaurerlehrling bekommt. Im weiteren Werdegang des Maurers kommen weitere Aufgaben dazu, die man zu dem Dreiklang zusammenfassen kann mit Schau in dich, schau um dich, schau über dich.

Das Sinnbild dafür ist der raue Stein, der die eigene Unvollkommenheit beschreibt und von uns symbolisch bearbeitet werden soll. Im Buch Freimaurer in 60 Minuten wird Freimaurerei etwas vollmundig als das erfolgreichste Persönlichkeitstraining der Weltgeschichte beschrieben. Wir Freimaurer denken, dass diese Aufgabe gemeinsam effektiver ist und natürlich auch mehr Freude macht. Unser Werkzeug dafür ist das freimaurerische Ritual, bei dem wir Entschleunigung und Besinnung erfahren. Das wichtige am Ritual ist das konkrete Erlebnis; man kann es nicht beschreiben.

Freimaurerei geht aber auch über die eigene Loge hinaus. Jeder Bruder kann und soll fremde Logen besuchen und wird dort gern empfangen. Das gilt sowohl auf lokaler Ebene beim Besuch von Nachbarlogen wie auch auf internationaler Ebene in anderen Ländern. Man nennt dieses Prinzip Weltbruderkette. Ein Freimaurer hat daher auch in der Fremde eine Tür an der er anklopfen kann und von Brüdern empfangen wird. Die Werte, die uns verbinden sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz  und Humanität.